Wie oft habe ich diesen Satz schon gehört! Und immer wieder antworte ich auf gleiche Weise: Natürlich kann jeder Einzelne etwas für unsere Umwelt tun! Wenn nämlich jeder etwas tut, dann tun irgendwann alle etwas und schon rettet man die Umwelt. Eine so simple Antwort, dass ich mich ernsthaft frage, wieso da nicht alle drauf kommen. Auch in den großen Firmen, die ja angeblich viel mehr Schaden anrichten als der einzelne kleine Mensch, sitzen nur einzelne kleine Menschen, die auch allein etwas „ausrichten“ können. Ich glaube, die Menschen haben nur Angst davor, ihren über die Jahren entstandenen Luxus aufzugeben, „nur“, um etwas für die Welt zu tun. Und deshalb hat sich diese „ich-kann-nichts-tun-“ und „nach-mir-die-Sintflut“-Mentalität entwickelt, die uns Umweltschützern die Nackenhaare aufstellt. Ich verlange ja nicht, dass jeder ab sofort wieder Kerzen anzündet und nur einmal in der Woche duscht, aber es gibt so viele Kleinigkeiten, die man (ja, auch als Einzelner) tun kann, um unsere Umwelt zu retten. Allein beim Einkaufen kann man so viele Dinge beachten; meist nur unwichtige Kleinigkeiten, die eine große Wirkung erzielen. Immer wieder erwähnt wird zum Beispiel der Kauf von Saisonobst. Wer freiwillig mal auf eine Banane verzichtet sorgt dafür, dass hunderte Liter Kraftstoff gespart werden. Oder wer zur Kartoffel statt zum Reis greift fördert nicht nur den Bauern aus der Region, sondern verhindert gleichzeitig auch noch die Verschmutzung unserer Atmosphäre. Ähnlich verhält es sich mit allen anderen Produkten, ob nun Wasser oder Käse: Wer regionale Produkte kauft spart Transportkosten. Selbst bei Fleisch gibt es immense Unterschiede. Rinder produzieren beispielsweise wesentlich mehr CO2 als Hühner oder Schweine. Und das waren ja jetzt nur Möglichkeiten, die man im Supermarkt hat. Im täglichen Leben begegnen jedem Einzelnen noch viel mehr Möglichkeiten zum Schützen der Umwelt (und ich will jetzt auch gar nicht mit Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln anfangen).
Kurzstreckenurlaube sind zum Beispiel auch eine Maßnahme, um richtig Spritt zu sparen. Ich will ja schließlich niemandem den Urlaub verbieten, aber wenn man an die Ostsee oder von mir aus auch nach Spanien fährt anstelle von Kuba oder der DomRep, dann tut man zwar den Fluggesellschaften keinen Gefallen, sorgt aber dafür, dass die CO2-Emission verringert wird.
Und natürlich: diese Maßnahmen funktionieren nur, wenn JEDER mitmacht, aber da schränkt man sich ja auch nicht zu sehr ein und kann sich seinen verdienten Wohlstand weiter schmecken lassen.
Lg
Euer Umweltretter

