Immer her mit der Diesel-Steuer!

Wer glaubt eigentlich noch, dass “unsere” Bundesregierung irgendetwas für ihre Bürger tut? Ich habe diesen Glauben schon vor einer ganzen, ganzen Weile verloren! Dies ist nicht zuletzt darin begründet, dass sie uns in puncto Atompolitik mächtig etwas vorgaukeln, sondern kann auch mit dem neusten politischen Aufreger gut begründet werden: die Diesel-Steuer!

Ihr habt ja sicher alle gehört, dass die EU-Kommission vorgeschlagen hat, die Steuer auf Diesel-Kraftstoff zu erhöhen und, dass sich die Bundesregierung gegen diesen Vorschlag heftig zur Wehr setzt. Im ersten Moment könnte man meinen, unsere Regierung tue dies, um die Fahrer von Diesel-Fahrzeugen zu schützen, so zumindest die Argumentation. Nun sollte man aber Regierungserklärungen grundsätzlich kritisch hinterfragen und vor allem dann, wenn die Regierung schwarz-gelb ist. Diese beiden Farben stehen nun einmal nicht zwingend für kleinbürgerliche Interessenvertretung. Allein rückbesinnend auf die Lauftzeitverlängerung für Atomkraftwerke sollte jedem klar sein, dass diese Regierung keinesfalls die Interessen des Käufers bzw. des “kleinen Mannes” vertritt.

Und so ist es meiner Meinung nach auch in diesem Fall: Frau Merkel und ihr Kabinett werden bei ihren Entscheidungen wohl eher von der Autoindustrie beeinflusst als vom Bürger mit Diesel-Fahrzeug. Die ist nämlich gar nicht so interessiert an einer höheren Diesel-Steuer. Die Absätze auf dem Diesel-Markt würden in den Keller fallen, wenn man bedenkt aus welchen Gründen viele zum Diesel-Motor greifen: geringer Verbrauch, hohe Leistung und günstiger Spritt, da werden die höheren Versicherungsbeiträge geduldig hingenommen. Wenn der Preis-Vorteil aber wegfällt, ist das das Aus für Diesel-Fahrzeuge in Deutschland.

Das kann ich wiederum nur begrüßen, denn Diesel stößt bei seiner Verbrennung wesentlich mehr CO2 aus als andere Kraftstoffe und ist somit umweltschädlicher! Das berücksichtigt nun auch die Steuer-Neuregelung der EU-Kommission, welche Kraftstoffe künftig nach CO2-Ausstoß und Energiegehalt klassifiziert. Bei der vorherigen Regelung wurden umweltfreundliche Kraftstoffe benachteiligt, weil ihr Energiegehalt geringer ist.

Deshalb und aufgrund der Tatsache, dass die neue Besteuerung nicht vor 2023 eingeführt wird, verärgert mich das Nein unserer Regierung, denn das kann nichts mit den Bürgern zu tun haben, die heute ein Diesel-Auto fahren. Hier steckt ganz klar etwas anderes dahinter und ich kann es sogar mit einem Wort benennen, welches für mich übrigens zum Unwort des Jahrhunderts gekürt werden sollte: Lobby!

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Ich bin gespannt!

Dass ich mit Leib und Seele Grün wähle, dürfte ja niemanden überraschen und deshalb sage ich es auch ganz offen. Dem entsprechend habe ich mich auch über die Wahlergebnisse vom Sonntag gefreut. Ein erster grüner Ministerpräsident und das auch noch im Schwabenländle? Wer hätte gedacht, dass Stuttgart 21 doch noch zu etwas gut ist? Ich auf gar keinen Fall!

Dazu wurde heute übrigens ein Baustopp verhängt. N24 berichtet gerade darüber, dass die Deutsche Bahn heute die Bauarbeiten am umstrittenen Bahnhof eingestellt hat: “Bis zur Konstituierung der neuen Landesregierung wird die Deutsche Bahn keine neuen Fakten schaffen – weder in baulicher Hinsicht noch bezüglich der Vergabe von Aufträgen”, wird auf der Internetseite der der Bahnvorstand zitiert. Damit sollte das Thema auch erst mal vom Tisch sein. Ich finde es sehr ermutigend, dass man mit Protesten und Wahlen in Deutschland tatsächlich etwas erreichen kann! Viele Menschen glauben nämlich nicht mehr daran, dass ihre Stimme etwas zählt!

Baden-Württemberg gibt mir Kraft, lässt hoffen und wird bestimmt ein Zeichen setzen. Ich bin in jedem Fall gespannt!

LG

Euer Umweltretter

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Wenn man mal eine Woche nicht da ist..

..passieren gleich so viele Dinge auf einmal, dass man sie gar nicht fassen kann! Ich glaube nicht, dass ich euch noch viel über die Katastrophe in Japan und den plötzlichen Sinneswandel der Regierung erzählen muss, denn alle Nachrichten sind voll von Meldungen zu diesen Themen. Trotzdem, und wenn auch etwas verspätet, kann ich die aktuellen Ereignisse einfach nicht unkommentiert lassen.

Warum erst jetzt? Ich war die letzte Woche im Internetexil im Skiurlaub. Ich vertrete die Meinung, dass es sehr, sehr wichtig ist, ab und an auch mal Abstand von den modernen Massenmedien zu nehmen und etwas ursprünglicher zu leben. Es war zugegeben die ungünstigste Zeit dazu, denn genau in meiner Woche der spirituellen Befreiung vom Internet sind die wichtigsten Dinge des Jahres passiert und unsere Gesellschaft wurde wachgerüttelt. Es ist bedauerlich, dass es immer einer Katastrophe bedarf, damit die Menschen ihre Fehler einsehen. Allen voran meine ich damit natürlich unsere Regierung. Die Proteste in Gorleben wurden ignoriert, weil sich ja eine Minderheit daran beteiligt hat, aber nun, da die Gefahren der Atomkraft in aller Munde sind, schwenkt Frau Merkel mit ihrem Kabinett um und fährt augenscheinlich in eine völlig andere Richtung.

Ich verwende bewusst augenscheinlich, denn Gott sei Dank hat sich unser Umweltminister peinlich verplappert und zugegeben, dass das alles nur Wahlkampfstrategie ist. Ein Ausstieg wäre auch wirklich zu schön gewesen um wahr zu sein. Und dieses Ultimatum von 3 Monaten hat ja von Anfang an gestunken. Ich wette, und das stimmt mich ehrlich gesagt mehr als traurig, dass nach diesen 3 Monaten alle AKWs ganz unerwartet als sicher eingestuft und wieder ans Netz genommen werden, als wäre nie etwas passiert.

Wir müssen unsere Chance jetzt nutzen, denn viel Zeit haben wir nicht mehr! Jetzt müssen wir gegen die Atomkraft kämpfen und unsere Zukunft sichern! Wenn die 3 Monate erst verstrichen sind, wird alles Schnee von gestern sein und unsere Regierung kriecht den Stromkonzernen wieder bis zum Dickdarm!

LG

Eurer Umweltretter

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E-10 Chaos…was soll ich davon halten?

Ihr habt es ja sicher schon alle mitbekommen: das Chaos um den neuen “Bio”-Kraftstoff Super E-10. Ich habe mich zu diesem Thema sehr intensiv belesen, weil ich das alles einfach nicht einordnen konnte. Zunächst habe ich gar nichts davon mitbekommen, weil ich ja kein Auto habe, aber dann hat mich meine Mutter darauf angesprochen.

Sie hatte an der Tankstelle verwundert festgestellt, dass es nur noch diesen Kraftstoff gab und war sich nicht sicher, was das eigentlich ist. Dann habe ich mich näher damit befasst und bin mir wirklich sehr unschlüssig. Ich bezweifle ehrlich, dass der neue Kraftstoff tatsächlich gut für die Umwelt ist. Kein Kraftstoff ist gut für die Umwelt und solange Autos noch keinen Müll in saubere Luft umwandeln und nur damit fahren können, werde ich auch kein Fan von ihnen. Halt! Hier muss ich mich wieder bremsen! Ich wollte doch nicht mehr so militant sein und mich auch über kleine Schritte freuen.

Also: ich begrüße grundsätzlich eine Bio-Quote für Benzin und Co., diese aber einfach einzuführen, ohne, dass irgendjemand eine Ahnung davon hat, ist wirklich absurd und zum Scheitern verurteilt. Ich glaube, das hätte jeder 3-Jährige besser gewusst. Und wenn es dann auch noch gewisse Einwände gibt, wie zum Beispiel, dass der Spritt Schäden am Motor verursachen kann, dann darf man sich wirklich nicht wundern, wenn die Menschen Angst bekommen.

Und nun will natürlich wieder keiner Schuld haben, wie immer eigentlich. Weder die Politiker, noch die Verbände sehen die Schuld bei sich und wollen lieber den Verbraucher leiden sehen, indem sie einfach das normale Super teurer machen. So sehr ich mich auch für eine gesunde Umwelt einsetze, das ist nun wirklich keine Lösung!

Was soll man nun also tun als Autofahrer? Ich weiß es auch nicht! Am besten auf Bus und Bahn umsteigen, aber diesen Rat wird wohl keiner gern hören. Also bleibt uns nur der Protest, aber dazu müssten wir uns erst einmal einig werden.

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Bionade-Wahn!

Das beliebteste Erfrischungsgetränk unter Studenten ist in dieser Woche hart in die Kritik geraten. Vor allem die TAZ berichtete in einem Artikel über die Veränderungen bei dem Produzenten und entflammte damit einen Proteststurm.

Was war passiert? Bionade wurde vor rund einem Jahr zu 70% von dem großen Lebensmittelkonzern Dr. Oetker übernommen und strich nun (vermutlich) in diesem Zusammenhang das Engagement in dem bereich der Gentechnik. Am Samstag wurde nun bekannt, dass sich Bionade nicht am Rock for nature Konzert in Berlin beteiligen werde und der Aufruhr war groß. Zuvor hatte sich Bionade für eine gentechnikfreie Landwirtschaft stark gemacht und entsprechende Projekte finanziell unterstützt doch mit der Übernahme verlagerte sich auch das Sponsoring, denn nun unterstützt der Hersteller vor allem kinder und Jugendliche in den Bereichen Sport, Gesundheit und Kultur.

Das ist ja an sich auch nichts Falsches, sondern sogar sehr lobenswert, aber man fragt sich als Ökoaktivist, so wie ich einer bin, was diese Änderung des Fokus nun für die Marke bedeutet. Schließlich brüstet sich Bionade damit, nur aus rein biologisch Angebauten Produkten zu bestehen und ein entsprechendes Sponsoring unterstrich dieses Image.

Aus diesem Grund beschwerten sich nun eingefleischte Fans des Getränks und forderten Nachbesserung. Die Chefs reagierten auch prompt und baten auf ihrer Homepage um Nachsicht: „Die Diskussion tut mir weh und macht mich tief nachdenklich, weil sich unsere Haltung nicht verändert hat. Bionade ist Bionade und bleibt es auch.“

Wir können nur hoffen, das der Chef diese Aussage auch wirklich ernst meint und der Kommerz nicht zu viel Einzug in die Firmenpolitik hält.

LG

Euer Umeltretter

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Wieder vertröstet…

Letzte Woche war mal wieder eine von mir lang ersehnte Klimakonferenz. Leider konnte wieder einmal kein Kyoto-2-Protokoll verabschiedet werden. Das wurde ja im letzten Jahr schon in Kopenhagen versucht und ist kläglich gescheitert. In diesem Jahr, im mexikanischen Cancún war wieder keine Festlegung auf einen bindenden Vertrag möglich und so langsam macht es mich wirklich aggressiv. Kyoto läuft in 2 Jahren aus und ich habe so langsam das Gefühl, dass sich manche Länder ganz bewusst querstellen, um das Protokoll endgültig aus der Welt zu schaffen.

Ich meine, es ist doch sehr auffällig, dass sich ausgerechnet die größten Industrienationen USA und China so vehement wehren. Ich könnte aus der Haut fahren. Die scheint es überhaupt nicht zu interessieren, dass sie damit unseren Planeten gefährden, die Erderwärmung erhöhen und unsere Umwelt zerstören! Wir müssen unsere CO2 Emission verringern, weil wir sonst untergehen werden. Das predige ich seit Jahren. Nun warten wieder alle gespannt auf den nächsten Klimagipfel in Südafrika und hoffen, dass sich unsere Politiker dort einigen können auf eine Einschränkung der Emissionsraten. Doch mal ehrlich: im letzten Jahr haben wir auf Cancún gehofft! Es muss sich etwas grundlegend ändern! Das hat der ehemalige UN-Klimaminister Yvo de Boer erkannt, als er im letzten Jahr mit der Begründung zurück trat, dass nicht die Politiker, sondern die Fachleute den Klimaschutz in die Hand nehmen sollten.

Ich finde die Idee sehr gut: man könnte ja eine Art übergeordnetes Fachgremium einrichten, dass alles Nötige beschließt. Dann können sich die die Politiker wenigstens nicht mehr rausreden.

Einen kleinen Trost gibt es aber in Bezug auf Cancún: Es wurde ein 2 Grad Limit für die Erderwärmung beschlossen. darauf kann man eigentlich ganz gut aufbauen, aber ich habe es einfach satt, immer nur vertröstet zu werden. Ich möchte endlich mal wirkliche Ergebnisse sehen. Wenn wir in diesem Schneckentempo weitermachen, gibt es bald keine Erde mehr, die wir schützen müssen.

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Asse: Abgründe tun sich auf

Ich habe mich in diesen Tagen wieder intensiver mit den Problemen rund um das Atommülllager Asse in Wolfenbüttel beschäftigt und immer mehr düstere Details erfahren. Es verhält sich mit Asse wie mit allen anderen Dingen in Deutschland. Wenn man sich nur ein bisschen ausführlicher mit etwas befasst, erfährt man furchtbare Einzelheiten.

Zwei Artikel haben mich dabei besonders in ihren Bann gezogen, weil sie im Prinzip das widerspiegeln, was unsere Gesellschaft so auszeichnet. Der eine, der auf FAZ.net

Asse gilt ja seit längerem schon als einsturzgefährdet und marode, weshalb ein Untersuchungsausschuss nun klären soll, wer geschlampt oder etwas versäumt hat, kurz: wer Schuld an der gefährlichen Lage in Wolfenbüttel ist. Dazu wurde in der letzten Woche der ehemalige CDU Minister Rüttgers befragt, der von 1994 bis 1998 das Bundesforschungsministerium leitete. Mitels sehr wage formulierter Aussagen versuchte er sich der Verantwortung zu entziehen. Ganz typisch Politiker, ließ er verlauten, er könne sich nicht daran erinnern, ob er bei seinem Amtsantritt 1994 über die Existenz der 126 000 Fässer in der maroden Schachtanlage informiert wurde.

Seine Zeugenaussage ist also wertlos. Gut, jetzt fragt man sich natürlich, was das mit unserer Regierung zu tun hat, schließlich formulierte ich ja eingangs, dass diese zu lasch mit dem Atommüllproblem umgeht. Naja, wie sich weiter herausstellt, blockiert unsere Regierung die Arbeit des Ausschusses, weil sie die Herausgabe der Akten verweigert, die zu einer Klärung des falls unabdinglich sind.

Das ist mal wieder ganz typisch für unsere Regierung. Die werden schon wissen, warum sie die Akten nicht freigeben. Sicherlich weiß Fr. Merkel längst, wer Schuld daran ist, dass in Asse 126 000 Fässer lagern, obwohl der Salzstock gefährdet ist.

Dieser Artikel geht einher mit dem zweiten, den ich zu dem Thema gefunden habe. In der Welt online kann man nämlich lesen, dass im Umkreis des Lagers überdurchschnittlich viele Fälle von Leukämie auftreten. Das ist wirklich beängstigend, denn die Ärzteorganisation IPPNW bestätigt in dem Artikel eindeutig, dass die hohe Krebsrate im Zusammenhang mit dem maroden Lager steht.

Wann wird hier endlich einmal etwas getan? Mich macht das wahnsinnig mit diesem Atommüll!

LG

Eurer Umweltretter

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Gorleben 2.0

Ich muss doch noch mal auf die Atomkraftdemo in Gorleben zurück kommen und meine Meinung etwas berichtigen. Gestern bin ich nach Kassel gefahren, um an einem Treffen in der Uni teilzunehmen. Hier haben sich viele Atomkraftgegner aus der Region getroffen, um ihre Erlebnisse in Gorleben auszutauschen. Bei einem solchen Treffen darf ich natürlich nicht fehlen.

Zum Glück hat uns die Uni einen Raum zur Verfügung gestellt und mit mitgebrachten Keksen (natürlich Dinkel) und viel Tee konnten wir gemütlich unsere Erfahrungen austauschen. Dabei habe ich ein paar wirklich interessante Geschichten gehört, die so gar nicht mir meinen übereinstimmen wollen.

Einer der Teilnehmer, der übrigens gebürtig aus dem Wendland kommt, hat erzählt, dass er zu Hause saß und mit der Polizei Tee getrunken hat, weil diese die Demo nicht stören wollte. Das finde ich sehr interessant. Offensichtlich gab es doch ein paar pflichtbewusste Polizisten, die sich ihrer höheren Aufgabe bewusst waren und nicht, nur um ihren Job zu behalten, auf die Demonstranten eingeschlagen haben.

Seine Geschichte hat mich wirklich beflügelt und mir neuen Mut gegeben, weiter an die Vernunft der Menschheit (in diesem Fall explizit die der Polizisten) zu glauben. Offensichtlich wissen manche doch, was im Endeffekt besser für sie und ihre Nachfahren ist.

Leider war das aber die einzige solcher positiver Geschichten und die meisten berichteten dann doch von ihren Zwischenfällen mit der Polizei. Einem wurde sogar fast die Nase gebrochen beim Versuch, ihn aus einer Sitzblockade zu lösen. Im Allgemeinen mussten aber alle feststellen, dass sie von der großen Anteilnahme sehr positiv überrascht waren.

Die zuversichtliche Stimmung, etwas gegen eine weitere Laufzeitverlängerung bewirkt zu haben, machte sich bei uns allen breit und wir haben beschlossen, für weitere Demonstrationen in Kontakt zu bleiben und eine Art Forum zu gründen, in dem wir uns über die neusten Entwicklungen austauschen können.

LG

Euer Umweltretter

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Berlin 21 kommt?

ich habe Twitter für mich entdeckt. Nachdem mir Freunde dazu geraten haben, mich dort mal anzumelden und ich widerwillig zugestimmt habe, bin ich nun absolut überzeugt. Nicht nur, dass ich dort selbst aktiv meine Meinung sagen kann, nein! Ich erfahre auch noch die neusten Dinge aus dem Umweltsektor und bleibe so auf dem Laufenden über alles, was mich interessiert.

So habe ich heute zum Beispiel etwas sehr Interessantes gelesen. In Berlin wurde der Bahnhof Unter den Linden umbenannt in Brandenburger Tor. Dies geschah zwar schon im letzten Jahr, sollte aber aufgrund der der aktuellen Situation noch einmal genauer betrachtet werden. Für viele ist das vielleicht nur eine Umbenennung, aber für mich steckt da noch viel mehr dahinter.

Früher, so kann man es auf Wikipedia nachlesen, war der Bahnhof nur eine S-Bahnstation, die die Verbindung zum Potsdamer Platz herstellte, doch mit der Fußbal WM sollte noch zusätzlich eine U-Bahnlinie eingerichtet werden, die die Gäste vom Hbf zum Brandenburger Tor bringt. Vielleicht entschied man sich ja deshalb für eine Umbenennung? das würde Sinn ergeben, wäre der Bahnhof auch rechtzeitig zur WM 2006 fertiggestellt wurden, aber das war ja nicht der Fall.

Erst 2009 konnte man diesen übrigens teuersten U-Bahnhof der Welt einweihen. Und da wäre eine Unbenennung wirklich nicht nötig gewesen. Nun ist noch eine Verlängerung der Strecke bis nach Hönow geplant. Freunde von mir, die in Berlin wohnen halten diesen Plan für absolut überflüssig, weil es bei der Verlängerung der U-Bahnlinie wohl nur um einen Anschluss an den Alex geht und dieser Anschluss schon über die S-Bahn abgesichert ist.

Ich frage mich in diesem Zusammenhang also, wann wohl die ersten Bäume dem neuen U-Bahnprojekt zum opfer fallen und, ob die Berliner ähnlich rigoros reagieren, wie es auch die Stuttgarter getan haben. Aber vielleicht fällt es ja niemandem auf, wenn am Bahnhof Brandenburger Tor auf einmal keine Linden mehr stehen. Hieße er noch anders, könnte es da sicher schon eher Tumulte geben.

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was heißt hier Zwischenlager?

das ist wohl die Gretchenfrage beim Thema Gorleben, bei der Verantwortliche ebenso wie der verjüngte Doktor Faust in Goethes Klassiker zu schwanken beginnen! Ja was ist denn nun ein Zwischenlager, werte Frau Merkel?

Wenn man diese Frage stellt, bekommt man meist eine sehr schwammige Antwort. Ein Zwischenlager ist Gorleben solange, bis das Endlager genehmigt wurde. Aha! Also das klingt doch erst einmal positiv, möchte man meinen. Offensichtlich hat jemand, der etwas zu sagen hat, ein Problem damit, dass der hoch radioaktive Atommüll für immer im Salzstock von Gorleben lagert. Also doch ein paar kluge Köpfe am Ruder.

Leider ist diese Theorie weit gefehlt! Gorleben ist ein Zwischenlager, weil alle Castoren, die dort jemals hin transportiert wurden, immer noch Zwischenlagern. Es ist nämlich so, dass die Behälter noch gar nicht unter der Erde sind, wie man das eigentlich vermutet. Sie lagern momentan noch in einer großen Halle oberhalb des eigentlichen Lagers, dem Salzstock.

und das ist das so genannte Zwischenlager! Eben diese Halle, in der sich seit 1995 (!!!) die Castoren stapeln. Es gibt nämlich noch keine Technik, um das radioaktive Material aus den Transportbehälter zu manövrieren und die jetzigen Behälter sind zu groß, um in den Salzstock abgelassen zu werden. Ist das nicht unglaublich? ich bin immer noch hochrot vor Wut!!! Man kann noch nicht sagen, wann es eine sichere Technik geben wird und solange bleibt der radioaktive Müll an der Erdoberfläche.

Diese Erkenntnis gewann ich gestern beim Durchsuchen des Internets. Dieser wirklich gute Zeitartikel sollte unbedingt verbreitet werden, damit jeder Bescheid weiß über die Augenwischerei, die die Regierung mit uns zu betreiben versucht!

Ich bin einfach fassungslos. Und je intensiver ich mich mit dem Thema befasse, desto mehr Abgründe tun sich auf. Das passiert wohl, wenn man einmal anfängt, unter die Oberfläche zu graben und zu einem Thema zu recherchieren. mir macht es in jedem Fall Angst!

LG

Euer Umweltretter

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